Akademische Lehrpraxis der Universität Greifswald in Greifswald, Lühmannsdorf und Karlsburg

Informatives

Zucker mindert körperliche Stressreaktion

Gepostet am Dez 7, 2017 in Informatives

Forscher fanden in einem Versuch mit 19 Frauen in einem Alter zwischen 18 und 40 Jahren heraus, dass gezuckerte Getränke eine niedrigere Cortisolausschüttung in Stresssituationen bewirkten als aspartamgesüßte Getränke. Die Probandinnen tranken über 2 Wochen 3x täglich entweder mit Zucker oder mit Aspartam gesüßte Getränke. Die Teilnehmerinnen unterzogen sich einem Mathetest und dabei wurde die Cortisolkonzentration im Speichel als Reaktion auf den mentalen Stress gemessen. DieAktivität des Gehirns wurde mittels funktionellem MRT gemessen. Dabei zeigte sich, dass die Aktivität im Hippocampus, die üblicherweise bei Stress ansteigt, in der Gruppe mit gezuckerten Getränken geringer war. Die herabgesetzte Stressreaktion ist eine Erklärung für die positive Verstärkung, die der Konsum süßer Limonade verursacht. Es ist  nachvollziehbar, die negativen körperlichen Auswirkungen unterdrücken zu wollen. Dennoch ist ein normaler Umgang mit Stress wichtig für die Gesundheit. Fazit: Zucker reduziert die Reaktion des Gehirns auf Stress, macht aber möglicherweise auch anfälliger für Fettleibigkeit und die damit verbundenen Probleme. Quelle: M. S. Tryon et al. Excessive Sugar Consumption May Be a Difficult Habit to Break: A View From the Brain and Body. J Clin Endoc. Metab 2015, June;100(6):2239-47....

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Entzündung bremst Fettverbrennung

Gepostet am Okt 3, 2017 in Informatives

In einer aktuellen Studie wurde Mäusen eine besonders kalorienreiche Diät verabreicht und anschließend die Veränderungen im Fettgewebe untersucht. Dabei fanden die Forscher heraus, dass es im Unterhautfett der adipösen Mäuse kaum zu Entzündungen kam und der cGMP-Signalweg (cyclisches Guanosinmonophosphat) größtenteils intakt war. Im tiefer sitzenden Bauchfett sah dies allerdings ganz anders aus: durch die deutliche Gewichtszunahme haben sich entzündliche Prozesse ausgebreitet und der Fettverbrennungsturbo cGMP ist weitestgehend zum Erliegen gekommen. Ursächlich dafür ist der Tumornekrosefaktor –α. Er unterdrückt die cGMP-Signalkaskade und verhindert, dass sich weiße in braune Fettzellen umwandeln lassen. Dass diese Erkenntnis auch auf den menschlichen Organismus zutrifft, konnten die Wissenschaftler an humanen Unterhaut- und Bauchfettproben nachweisen. Fazit: Eine Gewichtsreduktion führt zur Verminderung der Entzündungsprozesse. Ein medikamentöser Ansatz zur Bekämpfung der Adipositas könnte, neben der Gabe von cGMP-stimulierenden Wirkstoffen parallel die Hemmung der Entzündungsreaktion sein. Quelle: Sanyal A et al. (2016) Cell Reports:...

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Zöliakie – Persistierende Dysbiose

Gepostet am Sep 15, 2017 in Informatives

Dauerhafte Zöliakie-Beschwerden lassen sich nicht in jedem Fall mit versehentlicher Glutenaufnahme erklären. Daher wurde der Zusammenhang von persistierenden Symptomen mit der duodenalen Mikrobiotazusammensetzung untersucht. Diese verglich man zwischen je 18 Zöliakiepatienten mit dem höchsten und dem niedrigsten Symptom-Score (Gastrointestinal Symptom Rating Scale, GSRS). Alle Teilnehmer hatten mindestens 3 Jahre eine glutenfreie Diät eingehalten, wiesen eine normale Darmschleimhaut auf und waren Autoantikörper-negativ. Die Darmflora im Zwölffingerdarm der Patienten mit persistierenden Problemen zeigte gegenüber jener von Beschwerdefreien signifikante Unterschiede: Die Besiedlung mit Proteobakterien war deutlich höher (40 vs. 21%, p=0,04); der Anteil der Gattungen Bacterioidetes und Firmicutes war hingegen geringer (15 vs. 25%, p=0,01 bzw. 33 vs. 46%, p=0,05). Außerdem fiel die bakterielle Vielfalt bei Persistenz der Symptome deutlich geringer aus. Diese Art der Dysbiose ist vergleichbar mit jener, die auch bei unbehandelter Zöliakie und anderen chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie z.B. dem Reizdarmsyndrom beschrieben wird. Die Ergebnisse legen nahe, dass Probiotika oder fäkale Transplantationen sinnvolle Therapieoptionen sein könnten. Fazit: Patienten mit Zöliakie haben eine veränderte Bakterienflora im Zwölffingerdarm. Trotz langer glutenfreier Diät kann die Dysbiose bestehen bleiben. Das kann ein Grund sein, warum die Symptome bei einigen Patienten persistieren. Abhilfe könnten Probiotika oder fäkale Transplantationen schaffen. Quelle: Wacklin P et al.: Altered duodenal microbiota composition in celiac disease patients suffering from persistent symptoms on a long-term gluten-free diet. Am J Gastroenterol 2014; 109(12): 1933-41...

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Zöliakie – Persistierende Dysbiose

Gepostet am Jun 30, 2017 in Informatives

Dauerhafte Zöliakie-Beschwerden lassen sich nicht in jedem Fall mit versehentlicher Glutenaufnahme erklären. Daher wurde der Zusammenhang von persistierenden Symptomen mit der duodenalen Mikrobiotazusammensetzung untersucht. Diese verglich man zwischen je 18 Zöliakiepatienten mit dem höchsten und dem niedrigsten Symptom-Score (Gastrointestinal Symptom Rating Scale, GSRS). Alle Teilnehmer hatten mindestens 3 Jahre eine glutenfreie Diät eingehalten, wiesen eine normale Darmschleimhaut auf und waren Autoantikörper-negativ. Die Darmflora im Zwölffingerdarm der Patienten mit persistierenden Problemen zeigte gegenüber jener von Beschwerdefreien signifikante Unterschiede: Die Besiedlung mit Proteobakterien war deutlich höher (40 vs. 21%, p=0,04); der Anteil der Gattungen Bacterioidetes und Firmicutes war hingegen geringer (15 vs. 25%, p=0,01 bzw. 33 vs. 46%, p=0,05). Außerdem fiel die bakterielle Vielfalt bei Persistenz der Symptome deutlich geringer aus. Diese Art der Dysbiose ist vergleichbar mit jener, die auch bei unbehandelter Zöliakie und anderen chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie z.B. dem Reizdarmsyndrom beschrieben wird. Die Ergebnisse legen nahe, dass Probiotika oder fäkale Transplantationen sinnvolle Therapieoptionen sein könnten. Fazit: Patienten mit Zöliakie haben eine veränderte Bakterienflora im Zwölffingerdarm. Trotz langer glutenfreier Diät kann die Dysbiose bestehen bleiben. Das kann ein Grund sein, warum die Symptome bei einigen Patienten persistieren. Abhilfe könnten Probiotika oder fäkale Transplantationen schaffen. Quelle: Wacklin P et al.: Altered duodenal microbiota composition in celiac disease patients suffering from persistent symptoms on a long-term gluten-free diet. Am J Gastroenterol 2014; 109(12): 1933-41 DOI: 10.1038/ajg.2014.355...

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Krill-Öl für´s Kniegelenk

Gepostet am Jan 2, 2017 in Informatives

Japanische Forscher verabreichten einer Gruppe von 25 Erwachsenen mit leichtem Knieschmerzen (JKOM-Score) eine Kapsel mit Krill Öl (240mg Eicosaptensäure [EPA] und 110mg Docohexaensäure [DHA] pro Kapsel)  und eine weiteren Gruppe mit 22 Erwachsenen mit Distelöl gefüllte Plazebo-Kapseln. 30 Tage lang nahmen die Teilnehmer zum Frühstück und Abendessen  jeweils 4 Kapseln ein. In beiden Gruppen gaben die Probanden nach Beendigung der Studie eine Verbesserung der Knieschmerzen an, jedoch in der Krill Öl Guppe war es ein siginifikanter Effekt. Die Beschwerden wurden in der Krill Öl Gruppe deutlich besser behandelt. Fazit: Die antientzündliche Wirkung von EPA und DHA ist schon lange bekannt und diese Studie zeigt wiedereinmal das die antientzündliche Wirkung und damit die Besserung von Beschwerden von Arhtrosen (Abnutzung der Gelenkflächen)  und dies ohne Nebenwirkung eine sinnvolle Therapie sein kann. Quelle: Suzuki Y, Fukushima M, Sakuraba K, Sawaki K, Sekigawa K: Krill Oil Improves Mild Knee Joint Pain: A Randomized Control Trial. PLoS One. 2016 Oct 4;11(10):e0162769. doi: 10.1371/journal.pone.0162769. eCollection 2016....

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Magnesium wird unterschiedlich im Körper aufgenmommen

Gepostet am Dez 12, 2016 in Informatives

Die Wirksamkeit von Magnesiumpräparaten hängt stark von der Art und der Bioverfügbarkeit der verwendeten Magnesiumverbindung im Präparat ab. Es gibt Magnesium als organische Verbindungen (Magnesium-Aminosäure-Chelat, Magnesium-Citrat) und anorganische Verbindung (Magnesium-Oxid). Die Verbindungen unterscheiden sich in ihrer Bioverfügbarkeit, d.h. wie schnell und in welchem Umfang das Magnesium im Blutkreislauf dem Körper zur Verfügung steht. Englische Forscher untersuchten in einer placebokontrollierten randomisierten Untersuchung 46 gesunde Teilnehmer, die 60 Tage 300mg der 3 veschiedenen Magnesiumverbindungen einnahmen. Es zeigte sich ein Vorteil für die Magnesium-Citrat-Verbindung. Magnesium-Citrat führte sowohl nach akuter als auch chronischer Einnahme zum größten Anstieg der Magnesiumspiegels im Blut. Fazit: Magnesium-Citrat zeigt eine bessere Bioverfügbarkeit nach 60-tägiger Einnahme im Vergleich zu anderen Präparaten. Quelle: Walker AF, Marakis G, Christie S, Byng M.Mg citrate found more bioavailable than other Mg preparations in a randomised, double-blind study. Magnes Res. 2003...

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